Forum Villa Daphnis und Chloe Lesbos im Oktober 2017 - Aktuelle Situation

Lesbos im Oktober 2017 - Aktuelle Situation

Griechenland, Lesbos
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zanzarika
Dabei seit: Mi 20. Mai 2015, 14:40
Beiträge: 1

Verfasst am: Do 27. Okt 2016, 17:45

Es ist mir ein „Herzens-Thema“ hier mal ein etwas „anderes“ Feedback zu unserem Oktoberurlaub bei Iannis (Daphis & Chloe) auf Lesbos zu geben.

Erstmal vorab: ich möchte Euch nichts über die Schönheit der Insel, der griechischen Gastfreundlichkeit, der unglaublichen Hospitality von Iannis & Daphne nebst zauberhaftem Team, der bekannten ausgesprochen chilligen Atmosphäre, dem wohlmundenden lukullischen Genüssen, dem ausgefeilten kulturellen Angebot, der Top Kinderbetreuung …erzählen.. (das könnt Ihr in unzähligen Bewertungen nachlesen)

Nein, ich möchte Euch ein kurzes Stimmungsbild über die aktuelle Situation und deren vermeintlich negativen Auswirkungen - die sich größtenteils aus der Berichterstattung der Medien ergeben – schildern, die die Entscheidung für dieses Urlaubsziel so negativ beeinflussen.

Wir waren 2013 zum ersten Mal bei Daphnis & Chloe und haben uns trotz der bestehenden kritischen Situation Anfang des Jahres für einen zweiten Besuch im Oktober entschieden.

Und JA, es war anders, aber (auch gerade deswegen) zauberhaft!

Auch wir waren im Vorfeld mit der immer wiederkehrenden Frage aus Bekannten- und Familienkreis: „Wollt Ihr Eure Kinder wirklich dieser möglicherweise sicherheitskritischen Lage aussetzen“? konfrontiert.

Ja, aber wir haben Vamos und insbesondere Iannis vertraut und wurden nicht entäuscht!

Mit 2 Familien sind wir Mitte Oktober angereist und waren erneut restlos begeistert. Natürlich haben wir im Vorfeld aufgrund der bestehenden Flüchtlings-Situation mit einigen Unsicherheiten gerechnet, aber was wir erlebt haben hat uns nachhaltig beeindruckt. Wir haben einen sehr entspannten und liebevollen Urlaub verbracht und würden jederzeit zurückkehren.

Für alle Zweifler, Noch-Überleger und verunsicherten Stammgäste:
• NEIN, wir haben keine Schlauchboote; Schwimmwesten oder gar Schlimmeres am Strand oder woanders entdeckt!
• NEIN, wir - insbesondere unsere Kinder- haben uns zu keinem Zeitpunkt belästigt oder unsicher gefühlt. (So „stolpert“ man nicht wie vielleicht befürchtet (???) an jeder Stelle über Flüchtlinge)
• NEIN, wir waren nicht ans Hotel „gebunden“, sondern konnten uns frei bewegen und haben mit Iannis und auf eigene Faust viele Ausflüge gemacht. (Dennoch war es traurig zu sehen, wie leer es in den touristischen Kleinoden wie z.B. Molivos derzeit ist..)
• NEIN, die Freundlichkeit hat nicht gelitten (gerade der optimistische Umgang mit der Situation hat uns stark beindruckt)
• NEIN, die Qualität hat in keiner Weise Schaden genommen (im Gegenteil!). Auf alle individuellen Wünsche wurde flexibel eingegangen und die Betreuung war wie schon gewohnt qualitativ hochwertig. (Wir haben sogar einen Bootsausflug gemacht und sind schwimmen gegangen)
• Und JA, es war noch viel persönlicher und familiärer weil (leider) nur wenige Familien Vorort waren. (die allgemeine Verunsicherung trägt stark zum Buchungseinbruch bei).
Fazit: wir haben einen wundervollen Urlaub dort verbracht!

Wer sich neben dem Chillen im Urlaub mit der Flüchtlingssituation ansatzweise auseinandersetzen will, der kann sich an unterschiedlichen Stellen informieren. Iannis und Daphne sind schon seit langer Zeit aktiv in der Flüchtlingsarbeit tätig und haben dies trotz der schwierigen Buchungssituation die Aktivitäten noch mehr ausgeweitet. Neben dem jährlichen Fußball-Turnier mit Flüchtlingen bieten sie z.B. alle 2 Wochen Sprachkurse für Flüchtlinge ohne Eltern im Votsala an, die von ihnen und Vamos finanziert werden.

Und für die Kids sorgen insbesondere die bei mosaic (Flüchtlingshilfe Verein in Mytilini) erstandenen „coolen“ Taschen aus Schwimmwesten in der Schule für anschauliche praxisnahe Aufklärung  (http://www.spiegel.de/video/lesbos-frie ... 38554.html und der Verein http://www.lesvossolidarity.org/index.php/en/)

Im Rückblick hat sich die im Vorfeld erwähnte Unsicherheit aufgrund der dramatischen Berichterstattung völlig aufgelöst, weil nichts - wirklich nichts- davon uns in irgendeiner Weise beeinträchtigt oder betroffen hat.

Nicht nur für uns – sondern gerade für unsere Kinder war dies ein sehr informativer Urlaub.

Schade, dass aufgrund der ausschließlich negativen Berichterstattung der Tourismus auf dieser wunderschönen Insel so eingebrochen ist. Wer nähere Informationen benötigt, kann sich gerne an mich wenden.

Wir würden jederzeit wieder hinfahren!

Dies ist eine neutrale Bewertung, ohne externe Beeinflussung und Provision abgegeben habe 
Heike Förster

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